Mann zeigt mit Finger auf Presse-Mitteilungen der CONSERVE Gruppe.
Presse-Mitteilung

Vier Thesen zur Zukunft der Kryptowährungen

Foto: peterschreiber.media / Depositphotos.com

Kryp­to­wäh­run­gen blei­ben ein The­ma, das die Anla­ge­welt beschäf­tigt. Mei­nun­gen über deren Zukunft gehen stark aus­ein­an­der, manch einer pro­phe­zeit gar einen bal­di­gen Unter­gang. Wie wer­den sich Bit­co­in & Co in den nächs­ten Jah­ren wirk­lich ent­wi­ckeln? Jörg Herms­dorf, Block­chain-Exper­te von CONSERVE, einem der ältes­ten, auf Block­chain-Tech­no­lo­gie spe­zia­li­sier­ten Sys­tem­häu­ser in Deutsch­land, wirft einen Blick in die Zukunft und hat vier The­sen aufgestellt.

These 1 – Der Zeitpunkt für ein Investment in Bitcoin ist ideal

Seit 2010 ist die Kurs­ent­wick­lung von Bit­co­in fre­quen­ten Wech­seln unter­le­gen. Nach einem All­zeit­hoch fie­len die Kur­se deut­lich, bevor dann kur­ze Zeit spä­ter aber­mals ein All­zeit­hoch erreicht wur­de, auf wel­ches wie­der­um ein Kurs­ver­fall von knapp 90 Pro­zent folg­te. Das ist für Exper­ten kei­ne Über­ra­schung, denn Bit­co­in ist eine expo­nen­ti­el­le Tech­no­lo­gie über die noch immer ein enor­mes asym­me­tri­sches Wis­sen im Markt herrscht. Es gibt eine Viel­zahl von Anhalts­punk­ten, dass sich dies in der Preis­ent­wick­lung wider­spie­gelt. Das heißt, Bit­co­in erfor­dert zu die­sem Zeit­punkt einen deut­lich län­ger­fris­ti­gen Inves­ti­ti­ons­ho­ri­zont als das was vie­le Klein­an­le­ger typi­scher­wei­se gewohnt sind und hat zudem noch eine Vola­ti­li­tät, die vie­le men­tal nicht ver­kraf­ten kön­nen, sowohl im posi­ti­ven als auch nega­ti­ven Kurs­ver­lauf. Der Ver­such, mit einem Inves­ti­ti­ons­ho­ri­zont von weni­ger als drei Jah­ren im Bit­co­in-Markt schnel­le Pro­fi­te zu machen, ist und bleibt ein Glücks­spiel. Groß­an­le­ger oder insti­tu­tio­nel­le Inves­to­ren mit einer zukunfts­ori­en­tier­ten Anla­ge­per­spek­ti­ve sind hin­ge­gen deut­lich erfah­re­ner im Umgang mit hoch-vola­ti­len Assets. Gemäß den Erwar­tun­gen haben vie­le inves­ti­ti­ons­star­ke Anle­ger daher die jüngs­ten Signa­le posi­tiv gedeu­tet und bereits im letz­ten Jahr begon­nen, die Wei­chen für den Ein­stieg in die­se neue, sehr liqui­de Asset-Klas­se zu stel­len. Ins­be­son­de­re neue Pay­ment-Tech­no­lo­gien wie „Light­ning“ und die kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung der Auf­be­wah­rungs­lö­sun­gen für Cryp­to-Assets las­sen einen über­aus lukra­ti­ven Aus­blick für die Anla­ge in Bit­co­in zu – der Zeit­punkt für Invest­ments ist ideal.

These 2 – Bitcoin wird in absehbarer Zeit den Durchbruch in den Alltag schaffen

Auch wenn der jüngs­te Preis­ver­fall dies nicht gera­de ver­mu­ten lässt, hat sich das Bit­co­in-Netz­werk 2018 vor allem hin­sicht­lich Ska­lie­rung und Geschwin­dig­keit spür­bar wei­ter­ent­wi­ckelt. So ist das soge­nann­te Light­ning Net­work, das auf der Bit­co­in Block­chain auf­baut und nahe­zu kos­ten­frei Sofort-Trans­ak­tio­nen über Zah­lungs­ka­nä­le ermög­licht, mitt­ler­wei­le in Betrieb und wird von Kryp­to-Exper­ten bereits für ech­te Zah­lun­gen genutzt. Jetzt geht es vor­nehm­lich dar­um, mit­hil­fe die­ser Tech­no­lo­gie Apps mit guter Benut­zer­freund­lich­keit zu ent­wi­ckeln, die all­tags­taug­lich sind und das Poten­zi­al haben, sich in der Gesell­schaft durchzusetzen.

Ear­ly Adop­ters wer­den ver­mut­lich vor allem Online-Händ­ler sein, die das Light­ning Zah­lungs­sys­tem dann als optio­na­le Zah­lungs­me­tho­de anbie­ten, um kos­ten­güns­tig neue Märk­te zu erschlie­ßen, in wel­chen etwa Kre­dit­kar­ten oder Pay­pal nicht ver­füg­bar bezie­hungs­wei­se kaum ver­brei­tet sind. In der west­li­chen Welt wird Light­ning vor allem die Men­schen anspre­chen, die Wert auf ihre Pri­vat­sphä­re legen und die den Kre­dit­kar­ten­un­ter­neh­men nicht ihre gesam­ten Ein­käu­fe und Trans­ak­ti­ons­da­ten anver­trau­en wol­len. Denn im Gegen­satz zu Kre­dit­kar­ten-Zah­lun­gen wer­den Light­ning-Zah­lun­gen nicht an einer zen­tra­len Stel­le abge­wi­ckelt. Dem­entspre­chend exis­tiert auch kein gro­ßer Daten­topf, wel­cher von Hackern ange­zapft oder von den Zah­lungs­an­bie­tern selbst aus­ge­wer­tet wer­den könn­te. Durch die Offen­heit und Inter­ope­ra­bi­li­tät des Light­ning-Netz­werks wird jeder Mensch die Wahl haben, ob er selbst einen soge­nann­ten „Light­ning-Kno­ten“ betreibt oder ob er die Abwick­lung sei­ner Trans­ak­tio­nen einer Per­son oder einem Unter­neh­men anver­traut. Für Lai­en aus­ge­drückt funk­tio­niert Light­ning also wie ein Netz­werk aus hun­dert­tau­sen­den von klei­nen VISA‑, Mas­ter­Card- und Ame­ri­can Express-Unter­neh­men mit viel­leicht jeweils nur ein paar hun­dert oder tau­send Kun­den. Die Kos­ten für den Betrieb eines Light­ing-Kno­tens wer­den, genau­so wie der damit ver­bun­de­ne Zeit­auf­wand, auf­grund von Auto­ma­ti­sie­rung sehr gering sein. Der gro­ße Unter­schied zu aktu­el­len Kre­dit­kar­ten-Sys­te­men ist aller­dings, dass Trans­ak­tio­nen zwi­schen Sen­der und Emp­fän­ger ers­tens anbie­ter­un­ab­hän­gig und zwei­tens mit Geschwin­dig­kei­ten von unter einer Sekun­de pro­blem­los mög­lich sind. Gleich­zei­tig haben ledig­lich Sen­der und Emp­fän­ger Zugriff auf die mit der Zah­lung ver­bun­de­nen Infor­ma­tio­nen, da die Daten dezen­tral gespei­chert wer­den – ein gewal­ti­ger Gewinn für die Privatsphäre.

These 3 – Bitcoin wird höchstwahrscheinlich das Zahlungsmittel künftiger Generationen

Sei­en wir ehr­lich – Bit­co­in ist als Zah­lungs­mit­tel (noch) nicht mas­sen­taug­lich. Aller Wahr­schein­lich­keit nach sind wir davon aber nicht mehr weit ent­fernt: Ger­ne wird die aktu­el­le Situa­ti­on von Block­chain-Exper­ten mit dem Wan­del unse­rer Gesell­schaft vor und nach der Erfin­dung des Inter­nets ver­gli­chen. Wer hät­te sich damals die Impli­ka­tio­nen vor­stel­len kön­nen? Noch bedeu­tet das Bezah­len mit Bit­co­in im All­tag einen mas­si­ven Zeit­auf­wand und bringt vie­le Umständ­lich­kei­ten mit sich. Ande­re digi­ta­le Zah­lungs­op­tio­nen, wie etwa Pay­pal, sind aktu­ell deut­lich benut­zer­freund­li­cher und wer­den von den meis­ten Anbie­tern bereits akzep­tiert. Doch auch hier müs­sen Anwen­der zumin­dest bei der Anmel­dung vie­le büro­kra­ti­sche Hür­den stem­men sowie gewis­se Vor­aus­set­zun­gen mitbringen.

Ins­be­son­de­re die jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen, die sich bereits jetzt aus rei­ner Neu­gier mit Kryp­to­wäh­run­gen und Block­chain-Tech­no­lo­gie aus­ein­an­der­set­zen, ent­wi­ckeln zuneh­mend ein ande­res Ver­hält­nis zu Kon­ten, Ban­ken und vor allem auch zur Pri­vat­sphä­re. Wenn der Zeit­punkt kommt, an dem die ers­ten „Bit­co­in-Teen­ager“ alt genug sind, ein eige­nes Bank­kon­to zu bean­tra­gen und mit dem büro­kra­ti­schen Pro­zess der Kon­to­er­öff­nung kon­fron­tiert wer­den, wird sich vie­len die Fra­ge stel­len, ob ihnen die Ver­wen­dung von Bit­co­in bis dahin nicht viel­leicht deut­lich leich­ter fällt.

Gleich­zei­tig befin­det sich das Sys­tem aus „Bank­geld“ und „Bank­kon­ten“ nach rund 400 Jah­ren am Ende sei­ner Opti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten. Kryp­to­wäh­run­gen wie Bit­co­in dage­gen ste­hen im Ver­gleich dazu noch am Anfang ihrer Exis­tenz – nie­mand kann heu­te sagen, was hier noch alles mög­lich ist.

These 4 – Bitcoin könnte ultimativ Gold als Wertspeicher #1 ablösen

Unge­fähr fünf Jah­re haben die Ver­mö­gens­ver­wal­ter noch Zeit, um Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, die einen Han­del und eine Ver­wah­rung von Kryp­to-Assets für End­kun­den ermög­li­chen. Denn ab 2024 stellt Bit­co­in dann infol­ge der regel­mä­ßi­gen, alle 4 Jah­re statt­fin­den­den Hal­bie­rung der „Schürf­men­ge“ das „här­tes­te“ Geld dar, dass der Mensch je geschaf­fen hat und könn­te damit Gold als Wert­spei­cher Nr. 1 ablö­sen. Die­ser „öko­no­mi­sche Här­te­grad“ eines Gel­des bestimmt sich dar­aus, dass trotz stei­gen­der Nach­fra­ge nur eine limi­tier­te Men­ge vor­han­den ist bzw. wie viel zusätz­li­ches Geld in der nächs­ten Zeit hin­zu­kommt. Im Gegen­satz zu Fiat­geld las­sen sich Bit­co­ins nicht ein­fach nach­dru­cken. Es wird nur eine maxi­ma­le Anzahl von knapp 21 Mil­lio­nen Bit­co­ins geben. Das ist ein­ma­lig in der Geschich­te, dass ein Geld wirk­lich begrenzt ist. Denn selbst bei Gold liegt die welt­wei­te, jähr­li­che Pro­duk­ti­on seit jeher zwi­schen 1,5 und 2 Pro­zent. Das ist nicht schlecht, denn egal wie sehr sich die Gold­mi­nen­be­trei­ber auch anstren­gen, es wäre ihnen der­zeit tech­nisch nicht mög­lich, die neu geför­der­te Men­ge Gold auf über 2 Pro­zent zu brin­gen, soll­te die Nach­fra­ge nach Gold dras­tisch stei­gen. Zumin­dest war das die letz­ten 5000 Jah­re so. Aber für einen Wert­spei­cher ist zwei Pro­zent Infla­ti­on auch nicht per­fekt, denn opti­mal wären null Pro­zent. Doch ver­gleicht man Gold mit allen ande­ren liqui­den Gütern, die der Mensch pro­du­zie­ren kann, ist Gold bis­her das infla­ti­ons­sta­bils­te Pro­dukt mensch­li­cher Arbeit bzw. Zeit und hat sich des­halb in einem tau­send­jäh­ri­gen Wett­streit als bes­ter Wert­spei­cher durch­ge­setzt. Unprak­tisch an Gold ist ledig­lich die Teil­bar­keit, die Über­prü­fung der Echt­heit und das hohe Gewicht, um es im All­tag als Zah­lungs­mit­tel zu ver­wen­den. Aber als Wert­spei­cher hat Gold bis­her gute Diens­te geleistet.

Bit­co­in dage­gen weist kei­ne die­ser Pro­ble­me auf und sein ein­fa­cher Algo­rith­mus ist so gestal­tet, dass die Infla­ti­on ab 2020 mit der von Gold gleich­zieht und ab 2024 sogar unter die Infla­ti­on von Gold sinkt und kon­stant wei­ter fal­len wird – bis die Infla­ti­on schluss­end­lich bei null Pro­zent ankommt. Die­se Eigen­schaft wird von vie­len Men­schen fälsch­li­cher­wei­se oft als „Defla­ti­on“ bezeich­net. Kor­rekt ist aber „Dis-Infla­ti­on“, was ähn­lich klingt, aber etwas völ­lig ande­res ist. Gepaart mit der „per­fek­ten Teil­bar­keit“ von Bit­co­in erlaubt dies erst­ma­lig in der Geschich­te der Mensch­heit einen begrenz­ten aber liqui­den Wert­spei­cher mit dar­auf auf­bau­en­dem Geld­sys­tem ohne Inflation.

Jörg Hermsdorf

Jörg HermsdorfCloud- und Blockchain Experte, System Architect, Research & Co-Founder

Jörg hat Infor­ma­tik und Kogni­ti­ons­wis­sen­schaf­ten an der TU Dres­den stu­diert, mit Schwer­punkt auf Archi­tek­tu­ren ver­teil­ter Sys­te­me und IT-Sicher­heit. Er war Unter­neh­mens­be­ra­ter und Grün­der eines App Start-ups. Als Mit­grün­der ist er der füh­ren­de Ansprech­part­ner zu The­men rund um Block­chain-Tech­no­lo­gie und Kryp­to-Wäh­run­gen. Jörg unter­sucht seit 2010 die Bit­co­in-Tech­no­lo­gie auf Schwach­stel­len und Ein­satz­mög­lich­kei­ten, sein fun­dier­tes Fach­wis­sen basiert auf jah­re­lan­ger Recher­che und Inter­ak­ti­on mit der Bit­co­in- und Block­chain Community.

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